Was ist der Wert eines Menschenlebens?

Faszinierende Antworten aus dem Internet (vergesst jede Ethik!):

Am geringsten schätzt der Chemiker den Wert eines Menschen ein. Er berechnet den Geldwert eines Erwachsenen nach den Grundbestandteilen des menschlichen Körpers: 66% Wasser, 20% Kohlenstoff, 6% Sauerstoff, 2% Stickstoff, 4% Aschenbestandteile. Je nach Marktlage ergibt dies ungefähr 10 Euro.

http://www.dr-barbara-kohler.de/media/files/lichtpunkte/29wieviel_ist_mensch_wert.pdf

Ähnliche Antwort: Materialwert des Menschen=

Phosphor für 6.000 Streichhölzer
Fett für 50 kleine Kerzen oder 15 Stück Seife
Kalk in einer Menge, mit der man einen Hühnerstall weißen könnte
Eisen für zehn Nägel
20 Esslöffel Salz
Glycerin, das zur Herstellung von 15 kg Sprengstoff reicht
¼ Pfund Zucker
1 Prise Kupfer
14 kg Knochen
1,1 kg Haut
50 l Wasser
und ein paar weiteren Kleinigkeiten… (Wie war das mit den Spuren von Gold im Sperma?)

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Mediziner haben entschieden widersprochen. Wenn man allein den Wert des Insulins und der Hormone zusammenrechne, komme man auf einen Wert von mehreren Millionen Euro – ganz zu schweigen von den Organen, die man spenden könnte… (Barbara Kohler)

Beispiel: „Man kann im Internet einfach recherchieren, was es kostet, sich in China ein neues Herz einsetzen zu lassen. Der Komplettpreis, inklusive Flug, Operation und stationärem Aufenthalt liegt bei 100.000 Euro. Was allein das Organ kostet, ist schwer zu beziffern, da niemand, selbst in China nicht, sein Herz verkauft. Viele Organe sollen da von Hinrichtungsopfern stammen. Bei Nieren ist das was anderes. Da man davon zwei hat, kann man vermeintlich eine abgeben. Ich war einmal in Dubai mit einer Ärztin unterwegs, die sich dort um arbeitslose Bauarbeiter kümmerte. Da kam uns auf der Straße ein Mann entgegen, der uns für 800 Dollar eine seiner Nieren anbot. Aber es gibt durchaus Gegenden, wo eine Niere noch billiger ist.“ (Jörn Klare)

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/der-wert-des-menschen-so-teuer-ist-der-tod-a-703598.html

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Physiker weisen auf die Energie hin, die in den Atomen des menschlichen Körpers gespeichert ist. Berechnet man sie, dann ergibt dies mehrere Millionen Kilowattstunden. Könnte man sie nutzen, wäre ein Mensch ungefähr 85 Millionen Dollar wert. (Barbara Kohler) (49.gif Und was wäre die Strommenge, die ich auf einem Fahrrad erstrampeln könnte?)

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…weiter mit Jörn Klare (s.o.):

Frage: Wer braucht solche Angaben?

Klare: In den USA gibt es eine Regierungsverordnung, die besagt, dass bei allen Entscheidungen, die das Gesundheits- und Sterberisiko von US-Bürgern betreffen, Kosten-Nutzen-Rechnungen erstellt werden müssen.

Frage: Und das ist wann der Fall?

Klare: Ein einfaches Beispiel: An einer Stelle, an der viele Unfälle passieren, soll eine Ampel gebaut werden, mit der man statistisch gesehen ein Menschenleben retten könnte. Dann würde berechnet werden, ob sich der Bau der Ampel lohnt.

Frage: Und wie lautet dann die Rechnung?

Klare: Wenn die Ampel 1,5 Millionen Dollar kostet und ein Mensch drei Millionen Dollar wert ist, dann würde man sagen: Es lohnt sich. Wenn ein Mensch aber nur 500.000 Dollar wert ist, mache ich in der Logik der Ökonomen Miese. Dann lohnt es sich nicht, diese Ampel zu installieren.

Frage: Wird diese Logik auch in Deutschland angewandt?

Klare: Im Prinzip ja. Etwa bei der Bundesanstalt für Straßenwesen. Das Umweltbundesamt wiederum rechnet mit einem „Wert eines statistischen Lebens“ und gibt darauf basierend Empfehlungen an die Bundesregierung.

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 Und wie definieren Wirtschaftswissenschaftler den Wert eines Menschen?

 Human Capital. 1. Allgemein: Das auf Ausbildung und Erziehung beruhende Leistungspotenzial der Arbeitskräfte (Arbeitsvermögen). Der Begriff Humankapital erklärt sich aus den zur Ausbildung dieser Fähigkeiten hohen finanziellen Aufwendungen und der damit geschaffenen Ertragskraft.

Grundlegende Ansätze zur Entstehung: 

(1) Es wird davon ausgegangen, dass Humankapital bewusst durch den Einsatz von Ressourcen (Lernen, Trainieren) produziert wird; 
(2) es werden (Learning-by-Doing-)Prozesse unterstellt. Humankapital entsteht in diesem Fall als Nebenprodukt im Produktionsprozess. Die jeweiligen Varianten bei Definition und Entstehung haben weit reichende Konsequenzen für die wachstumstheoretische Bedeutung des Humankapitals

 http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/humankapital.html

Nach dieser Definition gibt es bei Unfällen je nach Arbeitnehmer unterschiedliche „Ressourcenausfallkosten“ – logischerweise ist danach ein Banker wesentlich mehr wert als eine Putzfrau… 

 

Ach ja: „HUMANKAPITAL“ war das Unwort des Jahres 2004…

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