zur Sexismus – Debatte…

… gebe ich nun auch meinen Senf…

Bei Brüderle und Himmelreich (so hieß die Reporterin) begegneten sich m.E. schlicht und einfach ZWEI egozentrische Typen (Geschlecht egal), die aus diesem Grund komplett aneinander redeten und beide nicht auf die Signale des anderen achteten. Wenn ich das Gespräch für mich übersetze (ja, ich hab den betr. „Stern“!), lief das so (metakommunikativ):

H: Ich möchte ein politisches Statement von Ihnen.26.gif

B: Es ist nachts um zwei. Ich bin leicht angetrunken (vermutlich, es war in einer Bar?) und im Privat-Modus.47.gif

H: Ich möchte aber ein politisches Statement. 30.gif

B: Ich finde Sie attraktiv. ich bin im Privat-Modus.15.gif

H: Das ist mir egal. ich will ein politisches Statement. 55.gif

B: Ich bin im Privat-Modus… falsche Zeit, falscher Ort, falsche Befindlichkeit für ein politisches Statement… Wie wärs mit Privat-Modus? 45.gif

gemessene Sensibilität für das Gegenüber bei BEIDEN: irgendwo im Minusbereich…

Mit Sexismus hatte DIESER Vorgang für mich weniger zu tun. Frau Himmelreich wurde NICHT gedemütigt oder ausgebeutet, sondern war einfach nur Opfer ihres eigenen Ehrgeizes – Brüderle agierte klischeehaft peinlich sich selbst demontierend (und nicht seine Gesprächspartnerin).

Die prinzipielle Debatte, die draufhin losgetreten wurde, lief für mich zum Teil in eine verblüffende, falsche Richtung („ja dürfen Männer denn gar nicht mehr flirten?“), weswegen ich hier richtigstellen möchte: Sexismus hat (für mich) gar nichts mit „Sex“ oder „Erotik“ zu tun, sondern vielmehr mit dem Zuweisen von Klischees und Rollenmuster für BEIDE Geschlechter, die sie daraufhin auf bestimmte erwartete Handlungsweisen und Lebensbereiche einschränken.

Ich werde GERNE als reizvoll und begehrenswert wahrgenommen (wofür frau mit 48 schon echt dankbar sein muss 3.gif), aber mich nerven diese „Frauen an den Herd und Männer auf das Fußballfeld“ – Klischees, die beide Geschlechter gleichermaßen belasten und einengen.

Sexismus heißt für mich: Mann muss unterschreiben, damit Ehefrau arbeiten gehen darf (war noch bei meiner Mutter so) / „Bei Mädchen ist es reine weibliche Intuition, wenn sie mal eine Aufgabe rauskriegen – nur Jungs haben die Köpfe dazu – Kind, was machste überhaupt auf dem Gymnasium, du heiratest doch eh“ (Spruch meines damaligen Mathelehrers)/ oder auch andersrum: Mein Mann musste als Kind in der Schule zwar in „Handarbeit“ mit drinsitzen aus Betreuungsgründen, DURFTE aber NICHT mit sticken, stricken und nähen – Begründung: „Das ist nichts für Jungs“. Er hätte aber doch gerne…

In diesem Sinne:

NICHT Sexistisch (sondern einfach nur sexy):

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sexistisch:

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sexistisch:

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nicht sexistisch:5840049083258506292.jpg

für mich NICHT sexistisch, sondern einfach nur o la la (es gab allerdings eine heftige Internet-Debatte darum, Thomann hat das Motiv daraufhin m.W. entfernt):

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Und zum Schluss, dem Sexismus entgegenwirkend:

„Die Weihnachtskataloge flattern kiloweise in die Haushalte. Mit Puppen für Mädchen und Autos für Jungs. Nur einer sieht das anders.

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Coiffeur spielen? Auch etwas für Jungen!

Es ist ein schwedischer Spielwaren-Katalog, der zurzeit internationale Aufmerksamkeit erregt. Also aus dem Land, das sich Genderneutralität auf die Fahne geschrieben hat. Denn hier dürfen Mädchen mit Bubenspielzeug spielen. Und vor allem: Jungs dürfen auch mit einem rosa Plüschtier Gassi gehen!“ (aus: http://blog.wireltern.ch/stichwort/Rosa/)

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