Franziskus

49.gif Wenn der neue Papst gerade DIESEN niedagewesenen Papstnamen wählt, was für Beweggründe und Ideen/Ideale könnten wohl dahinterstecken?

http://www.heiligenlexikon.de/BiographienF/Franziskus_von_Assisi.htm

quergelesen:

> Franz von Assisi („Franziskus“, der Namenspate) hat sowohl einen katholischen, als auch einen evangelischen und einen anglikanischen Gedenktag (den 4. Oktober)

> auch unter den Hindus ist Franziskus der bekannteste christliche Heilige. „Einige elementare Lebensinformationen (s.u.) genügen, um.. ihn in die spirituellen Vorstellungen der hinduistischen, buddhistischen und jainistischen Wandermönche zu integrieren, da zahlreiche Übereinstimmungen zu den Lebensgeschichten indischer Heiliger bestehen.“

15.gifOhaaa… das wird mal eine Ökumene!

> Nach seiner „geistlichen Erweckung“ durch eine Krankheit+Vision im Alter von 24 Jahren veränderte sich die Persönlichkeit des ehedem höfisch verwöhnten „Ritteranwärters“: Er begann arm zu leben, pflegte Kranke und beeindruckte durch seine heitere Ruhe und Gelassenheit, andererseits wurde er als „Sonderling“, eben ein Spinner, angesehen.

1.gif… das wäre nett, etwas päpstliches Querdenken out of the box – wollen wirs hoffen.

> nach einem Streit mit seinem Vater zog er sich in aller Öffentlichkeit nackt aus und verzichtete auf sein Erbe mit den Worten: „Weder Geld noch Kleider will ich von dir, von jetzt an nenne ich nur noch einen Vater, den Vater im Himmel!

109.gifGo Jorge go!

> Wegen seiner Liebe zur Armut (quasi gelebtem Kommunismus) wurden er und sein neu gegründeter Orden der „Minoriten“/Franziskaner immer noch als Sonderlinge außerhalb der Gesellschaft betrachtet. Andererseits waren viele fasziniert von seinem Ernst und seiner Liebe zu Gott, der Schöpfung (er redete mit Tieren) und zu den Menschen. Er wurde als „poverello“ verehrt und hatte offensichtlich die Gabe, Leute mit seiner „süßen Rede“ zu beeindrucken und zu verzaubern. So wurde er später, wenn er in eine Stadt kam, oft wie Jesus in Jerusalem mit Freudendemos und grünen Wedeln begrüßt.

49.gif Oha, doch ein kleiner Populist und Agitator (im Dienst der Sache)? Volksnähe wird dem neuen Papst von der Presse bescheinigt – ob er sich auch so gut inszenieren kann wie sein Vorbild? Medientauglich wär das schon mal…

> die zentralen Werte der franziskanischen Gemeinschaft, von Franziskus vorgegeben, waren und sind Gewaltverzicht und Armut; ein praktisches Ergebnis davon ist die Zuwendung zu den Schwächsten und Ärmsten der Gesellschaft; der „franziskanische Geist ist ein Modell gegen die bürgerlich kapitalistische Gesellschaft.“

26.gifDa hat die gesellschaftliche Kluft zwischen Arm und Reich in Argentinien den neuen Papst wohl geprägt, scheint ein wichtiges Thema für ihn zu sein – das ist mal nicht das Schlechteste… Mal schaun wie er es umsetzt.

> Als seine endgültige Ordensregel verabschiedet wurde, sah Franziskus eine „Gefahr von Institutionalisierung und Klerikalisierung“, wollte aber dennoch „den Füßen der römischen Kirche unterworfen sein, um Häresie und Vagantentum zu vermeiden“. (Anm. In dieser Zeit war Bettelmönchtum schon „in“ und man konnte auf die fromme Tour (ohne es zu sein) ganz gut abzocken.

15.gifEin Papst, dessen Vorbild gegen Institutionalisierung und Klerikalisierung ist – wenn das mal nicht interessant wird. Als verkrustetes Vatikanmitglied wäre ich zumindest mal beunruhigt…

> in der Würdigung: „Franziskus erschloss der Kirche neue Formen des Glaubenslebens mit hohem Erlebniswert, großer Herzlichkeit und persönlicher Verbindlichkeit“

51.gifJa, das könnte man brauchen…

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