Zu Burka und Burkini II

Im Gegensatz zum Burkini IST die Burka definitiv ein politisches und kein gängig-muslimisches Kleidungsstück und gehört daher meiner Meinung nach, egal in welchem öffentlichen Zusammenhang, verboten. Hier meine Begründung, warum ich Toleranz in diesem Fall für völlig unangebracht halte:

Wichtig zu wissen ist zunächst, dass auch ein Großteil der muslimischen Welt, und zwar Männer wie Frauen Burka und Niqab ablehnen. Als Grundlage dieser Behauptung dient für mich folgende Untersuchung:

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How people in Muslim countries prefer women to dress in public

Daraus geht hervor, dass selbst in Saudi Arabien, dem konservativsten islamischen Land, nur 11 % Burka befürworten, und dass sich AUSSCHLIEßLICH in diesem Land eine Mehrheit findet für Niqab. Schaut man sich den Durchschnitt der Muslime im Gesamten an, so finden sich die meisten bei der Hidschab wieder (und selbst gegen die protestieren zB gegenwärtig iranische Männer für ihre Frauen – siehe link). Auch Religion ist entwicklungsfähig in alle Richtungen je nach Lebensbedingungen und Umfeld… – siehe Christentum. Den Frauen, die es gewöhnt sind, das Kopftuch von jetzt auf nachher von außen verbieten zu wollen, gelingt im Übrigen nicht. Der Effekt ist in etwa der, wie wenn von jetzt auf nachher bei uns BH’s verboten würden…

Das Wesentliche dabei: Burka und Niqab werden nur in DEN islamischen Ländern annähernd (!) bevorzugt, die totalitäre und menschenverachtende Strukturen aufweisen. Sie begründen sich in keinster Weise im Koran, der niemals von Gesichtsverhüllung spricht, und dienen ausschließlich dazu, Frauen zu degradieren, abhängig zu halten und von der Teilhabe am öffentlichen Leben fernzuhalten. Weder Burka noch Niqab ermöglichen die Ausübung der meisten Berufe oder eine barrierefreie Teilnahme am Straßenverkehr. Nicht nur im Auto, auch als Fußgänger ist die Sicht gefährlich eingeschränkt, zumindest bei der Burka. Eine Kommunikation mit anderen Menschen in der Öffentlichkeit ist nur sehr eingeschränkt möglich, da Mimik und Körpersprache, die ein gutes Teil dazu beitragen, richtig verstanden zu werden, entfallen. Besonders der Beitrag der Mimik ist nicht zu unterschätzen – daher die Erfindung der Emojis im net. Das ist massive Diskriminierung: Burkaträgerinnen sind immobil und kommunikationsunfähig „gefangen“.

Das Argument, dass diese Frauen dann eben überhaupt nicht mehr aus dem Haus gehen, zieht für mich dabei nicht, da das noch um vieles mehr den Straftatbestand der Freiheitsberaubung erfüllt, gegen den staatlich vorgegangen werden kann.

Im Übrigen überrascht mich die Heftigkeit der Debatte, denn schaut man sich die Grafik noch einmal an, sind die typischen Burka- und Niqabländer keine Länder, aus denen Flüchtlinge typischerweise zu uns kommen. Sollte also eine Frau in Burka bei uns auftreten (ich habe tatsächlich noch keine live gesehen – ihr? wo? würde mich mal interessieren), würde ich tatsächlich von einem extremistisch motivierten Hintergrund bei ihr oder ihrem Umfeld ausgehen – oder von Scheichtourismus eines Saudis mit Harem, aber die sind wohl eher in der Schweiz zu finden… Wenn dann die Juweliere  an solch einen laufenden Kegel sündteuere Klunker loswerden, meinetwegen. Besser so, als hintenrum mit dem Geld den IS unterstützt.

Jedenfalls ist für mich nicht einzusehen, warum wir diesen Totalitarismus nur weniger Staaten, gegen den auch die meisten Muslime sind, importieren sollten.

Ach ja, und betreffend das Argument „ja, aber Motorradfahrer, Imker, Polizisten und Schweißer“: Diese Personen tragen die Vermummung nur beruflich bzw tätigkeitsbezogen, wenn sie sicherheitstechnisch geboten ist. Endet die entsprechende Tätigkeit, zeigen sie selbstverständlich wieder Gesicht. Burkas dagegen sind ein lebenslanger unumgehbarer Fluch in entsprechenden religiösen Diktaturen.

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